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Sachkunde
 

Die drei Gefährlichkeitskategorien und die Voraussetzungen für die Haltung


Kategorie 1

Als gefährlich eingestuft sind Hunde der Rassen Pittbull Terrier, American Staffordshire Terrier, Staffordshire Bullterrier, Bullterrier und Kreuzungen untereinander sowie deren Kreuzungen mit anderen Hunden.

Außerdem gehören in diese Kategorie Hunde, deren Gefährlichkeit im Einzelfall festgestellt wurde.Dies ist der Fall, bei folgenden Hunden:

  • Hunde, die mit dem Ziel einer gesteigerten Aggressivität ausgebildet, gezüchtet oder gekreuzt worden sind
  • Hunde, mit denen eine Ausbildung zum Nachteil des Menschen, zum Schutzhund oder auf Zivilschärfe begonnen oder abgeschlossen worden ist.
  • Hunde, die einen Menschen gebissen haben, sofern dies nicht zur Vermeidung einer strafbaren Handlung geschah
  • Hunde, die einen Menschen in Gefahr drohender Weise angesprungen haben,
  • Hunde, die einen anderen Hund durch Biss verletzt haben, ohne selbst angegriffen worden zu sein, oder die einen anderen Hund trotz dessen erkennbarer artüblicher Unterwerfungsgestik gebissen haben,
  • Hunde, die gezeigt haben, dass sie unkontrolliert Wild, Vieh, Katzen oder andere Tiere hetzen, beißen oder reißen.

Die Feststellung der Gefährlichkeit erfolgt durch die zuständige Behörde nach Begutachtung durch den amtlichen Tierarzt.


Kategorie 2

Zu dieser Kategorie zählen folgende Rassen:
Alano, American Bulldog, Bullmastiff, Mastiff, Mastino Espanol, Mastino Napoletano, Fila Brasileiro, Dogo Argentino, Rottweiler, Tosa Inu.


Kategorie 3

Kategorie 3 beinhaltet alle sogenannten großen Hunde. Hierzu zählen alle Hunde, die ausgewachsen eine Widerristhöhe von mindestens 40 cm oder ein Gewicht von mindestens 20 kg erreichen und nicht zu den vorgenannten Rassen gehören.

Der Gesetzgeber hat an die Haltung der Hunde dieser 3 Kategorien unterschiedliche Voraussetzungen geknüpft. Für alle Hunde dieser 3 Kategorien ist der Nachweis der Sachkunde – allerdings in unterschiedlicher Form – zu erbringen.

 

Haltungsvoraussetzungen für die drei Kategorien


Kategorie 3 – große Hunde

Wer einen Hund halten möchte, der nach oben genannten Definitionen in die Kategorie 3 gehört, ist verpflichtet, dies gegenüber der Behörde anzuzeigen. Der Hund ist per Chip zu kennzeichnen und es ist eine besondere Haftpflichtversicherung abzuschließen
(§11, 2 LHundG)

Darüber hinaus ist die Sachkunde nachzuweisen. Diese kann durch einen durch die zuständige Tierärztekammer autorisierten Tierarzt bescheinigt werden. Hierzu wird der Tierarzt vorgefertigte Fragebögen zur Hilfe nehmen und ein Gespräch mit der Person führen. Kommt er dabei zu der Überzeugung, dass die Person über die erforderliche Sachkenntnis verfügt, wird er dies bescheinigen.

Der Sachkundenachweis ist nur einmal zu erbringen, auch wenn der Halter mehr als einen Hund der Kategorie 3 hält. Der Sachkundenachweis ist nur durch den Halter des Hundes zu erbringen, nicht durch weitere Aufsichtspersonen.


Kategorie 2 – Hunde bestimmter Rassen


Wer einen Hund der in Kategorie 2 genannten Rassen halten möchte, benötigt hierzu eine Erlaubnis der Behörde. Diese Erlaubnis ist personenbezogen und mitzuführen. Erwerb, Haltung, Abgabe und Umzug sind der Behörde zu melden.

Der Hundehalter muß das 18. Lebensjahr vollendet haben und eine Sachkundeprüfung beim Amtstierarzt oder einer anerkannten sachverständigen Stelle abgelegt haben. Außerdem muss der Halter seine Zuverlässigkeit durch ein Führungszeugnis nachweisen und in der Lage sein, den Hund sicher an der Leine zu halten.

Der Hund muss ebenso wie Hunde der anderen Kategorien durch einen Mikrochip gekennzeichnet sein und es muss eine besondere Haftpflichtversicherung durch den Halter abgeschlossen werden.

Das Führen mehrerer Hunde nach §§ 3 und 10 LhundG ist verboten.

Der Hund ist ausbruchsicher und verhaltensgerecht unterzubringen. Es besteht grundsätzliche Leinen- und Maulkorbpflicht (Maulkorb ab 6. Lebensmonat) außerhalb befriedeten Besitztums, Flure, Aufzüge, Treppenhäuser, Zuwege zu Mehrfamilienhäusern. Bedingte Ausnahmen von Leinen und Maulkorbpflicht durch den Amtstierarzt oder durch anerkannter sachverständiger Stelle aufgrund eines Verhaltenstests ist möglich.

Nach dem Halter muss auch jede andere Aufsichtsperson den geforderten Sachkundenachweis erbringen.


Kategorie 1 – gefährliche Hunde


Wer einen Hund der Kategorie 1 halten möchte, benötigt hierzu eine Erlaubnis der Behörde. Diese Erlaubnis ist personenbezogen und mitzuführen. Erwerb, Haltung, Abgabe und Umzug sind der Behörde zu melden.

Der Hundehalter muß das 18. Lebensjahr vollendet haben und eine Sachkundeprüfung beim Amtstierarzt abgelegt haben. Außerdem muss der Halter seine Zuverlässigkeit durch ein Führungszeugnis nachweisen und in der Lage sein, den Hund sicher an der Leine zu halten.

Der Hund muss ebenso wie Hunde der anderen Kategorien durch einen Mikrochip gekennzeichnet sein und es muss eine besondere Haftpflichtversicherung durch den Halter abgeschlossen werden.

Das Führen mehrerer Hunde nach §§ 3 und 10 LhundG ist verboten.

Hund ist ausbruchsicher und verhaltensgerecht unterzubringen. Es besteht grundsätzliche Leinen- und Maulkorbpflicht (Maulkorb ab 6. Lebensmonat) außerhalb befriedeten Besitztums, Flure, Aufzüge, Treppenhäuser, Zuwege zu Mehrfamilienhäusern. Bedingte Ausnahmen von Leinen und Maulkorbpflicht durch den Amtstierarzt aufgrund eines Verhaltenstests ist möglich. Für Hunde, die für gefährlich erklärt worden sind, sind keine Ausnahmen möglich.

Neben dem Halter muss auch jede andere Aufsichtsperson den geforderten Sachkundenachweis erbringen.