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Tiergesundheit
 

Zahngesundheit bei Hund und Katze

Die Zahnentwicklung in Kürze

23. Entwicklungstag (im Mutterleib): Anlage von Ober- und Unterkiefer
25. Entwicklungstag (im Mutterleib): Anlage der Zahnleiste
55. Entwicklungstag (im Mutterleib): Beginn der Produktion der Zahnhartsubstanz

3.-6. Lebenswoche: Durchbruch der Milchzähne
3.-7. Lebensmonat: Durchbruch der bleibenden Zähne

 

Das Hundegebiss

Das Katzengebiss

Milchzähne: 28

Milchzähne: 26

bleibende Zähne: 42

bleibende Zähne: 30

 

 

Der gesunde Zahn

 

Der Zahnschmelz schützt den Zahn. Das Dentin ist die eigentliche harte Zahnsubstanz. In der Pulpa - im Inneren des Zahnes - verlaufen Gefäße und Nerven, die den Zahn versorgen. Das Periodontium gibt dem Zahn im Kieferknochen Halt. Der Zahn wird durch vielen kleine sehr feste Bändchen an seinem Platz gehalten. Dem Kieferknochen liegt das schützende Zahnfleisch (Gingiva) auf.

 

Zahnstein - Entstehung, Bekämpfung, Vorbeugung

Wie entsteht Zahnstein?

Zunächst bildet sich auf den Zähnen ein Film, der sogenannte Zahnbelag - auch Plaque oder Biofilm genannt. Aus diesem Zahnbelag bildet sich Zahnstein. Während der Belag noch vom Zahn relativ leicht entfernt werden kann, ist der Zahnstein durch Bürsten nicht mehr vom Zahn zu entfernen. Der Zahnstein muss professionell mit einem Ultraschallgerät vom Zahn entfernt werden.

 

Was ist so schlimm an Zahnstein?

Neben dem kosmetischen Aspekt gibt es gute medizinische Gründe, die Zähne vor Zahnstein zu schützen, bzw. Zahnstein von den Zähnen entfernen zu lassen. Zum einen kann Zahnstein zu schmerzhaften Entzündungen des Zahnfleischs führen und sogar bis hin zum Zahnverlust führen. Zum anderen werden die mit dem Zahnstein in der Maulhöhle vorhandenen Bakterien ständig abgeschluckt und gelangen so in den Körper, wo sie bevorzugt im Bereich Herz, Leber und Nieren schwerwiegenden gesundheitlichen Schaden anrichten können. Manche Hunde oder Katzen neigen stärker zur Entstehung von Zahnstein als andere. Neben der Fütterung spielt der pH-Wert des Speichels eine bedeutende Rolle bei der Zahnsteinentstehung. Häufig leiden kleine Hunderassen an massiver Zahnsteinentstehung, während große Hunderassen weniger Probleme mit Zahnstein haben.

Wie wird der Zahnstein entfernt?

Ist der Zahstein einmal da, kann man ihn nur durch eine professionelle Behandlung beim Tierarzt entfernen lassen. Dieser Eingriff ist nur unter Vollnarkose möglich. Die Zähne werden dann mit einem speziellen Ultraschallgerät vom Zahnstein gereinigt. Eine gute Zahnsanierung schließt ebenfalls das Säubern der parodontalen Taschen (Kürettieren) und das Polieren der Zähne mit ein. Werden die Zähne nicht poliert, kann sich auf der unebenen Zahnoberfläche rasch neuer Plaque anlagern und neuer Zahnstein bilden. Der polierte Zahn bietet deutlich weniger Angriffsfläche für die Anlagerung von Plaque und somit für die Entstehung von neuem Zahnstein.

 

 

Neuen Zahnstein verhindern!

Bevor Zahnstein (erneut) entstehen kann, sollte man prophylaktische Maßnahmen ergreifen, um seinem Tier möglichst viele Vollnarkosen zu ersparen und auch Zahn- und Zahnfleischerkrankungen zu verhindern, die durch Zahnstein entstehen können. Die effektivste Methode, eine Zahnsteinentstehung zu verhindern, ist das regelmäßige Entfernen des Plaques durch das Reinigen der Zähne. Dies kann mit einer Zahnbürste erfolgen, es gibt aber auch Fingerzahnbürsten oder Fingerlinge mit einer Reinigungsoberfläche. Eine Zahncreme ist nicht unbedingt erforderlich, kann den Vorgang aber unterstützen. Daneben gibt es Produkte, die enzymatisch die Bestandteile des Plaques auflösen, und somit die Entstehung von Zahnstein verhindern. Wichtig ist, dass eine regelmäßige Anwendung stattfindet. Ihr Tier sollte langsam und im Idealfall von klein auf an den Vorgang gewöhnt werden.